Alles, außer gewöhnlich

März 7, 2008

Zunächst möchte ich mich bei meinem Netzwerkpartner Nils Bäumer von Synapsensprung bedanken. Danke Nils, dass Du mir dieses Buch zu lesen aufgedrängt hast!

„Alles, außer gewöhnlich“ ist ein herrlich erfrischend geschriebenes Buch des Autoren-Duos Anja Förster und Peter Kreuz, erschienen im Econ Verlag. In ihrem rund 300 Seiten starken Buch stellen die beiden Autoren alle althergebrachten Reglementarien und Hierarchien aus Management und Marketing in Frage. Warum das tun, was Andere erfolgreich gemacht hat? Warum Trends hinterherlaufen, die eine einzigartige Idee zu kopieren versuchen? Warum Benchmarking statt echter Innovationen?

Die Grundessenz ihrer These ist, dass jeder Mensch, jeden Tag versuchen muss, etwas besser zu werden. Stillstand bedeutet Rückschritt. Erprobte und erfolgreiche Prozesse kopieren führt nur zu durchschnittlichem, sprich austauschbarem Erfolg. Das geht sogar so weit, dass Förster und Kreuz davon abraten, den perfekten Job mit Arbeitsplatzgarantie zu suchen. „Kündigen Sie!“, empfehlen die Beiden, wenn man nicht Erfüllung und Spaß in seinem Beruf hat. „Fragen Sie sich welchen Wert Sie für Ihre Firma haben. Frage Sie sich: Wäre mein Unternehmen ohne mich besser dran?“ und zielen damit auf die sich verändernden Märkte und Branchen ab. Ihre These lautet, dass wir in Zukunft nicht mehr Fachwissen perfektionieren und alt-hergebrachte Karrierewege beschreiben müssen, sondern vielmehr ständig neue Kenntnisse und Fähigkeiten in vielen verschiedenen Unternehmen und Projekten unter Beweis stellen werden. Darum: Jeden Tag viel besser werden und dabei unbedingt auf eigene Intuitionen hören!

Die gut strukturierten Texte sind gespickt mit Beispielen aus der Praxis und fangen öfters mal mit der Einleitung: „Als einer von uns noch bei …“ an, um dann mit Details oder Anekdoten aus Unternehmensberatungen, großen Konzernen oder außergewöhnlichen Karrierewegen aufzuwarten.

Lesen!

Econ Verlag Berlin, ISBN 978-3-430-20016-5


Der Leserbrief als PR-Instrument

März 1, 2008

Vor allem kleine Unternehmen haben die Problematik, dass deren Manager weder Zeit für eigene PR, noch Geld für professionelle PR-Agenturen haben. Oftmals sind der Geschäftsführer oder, wenn überhaupt vorhanden, der Marketingleiter so sehr im operativen Geschäft beansprucht, dass dieses wichtige Thema hinten anstehen muss. Die PUSH_ADVERTISING Werbeagentur Stuttgart hat hier einen einfachen, aber effektvollen Tipp für Sie:

Reagieren Sie auf aktuelle Geschehen und Themen mit einem Leserbrief!
Einen Leserbrief können Sie als Experte oder Branchenkenner jederzeit in ihren lokalen Medien oder in branchenrelevanten Fachmagazinen platzieren. Zwar obliegt der Leserbrief der Gunst der Redaktionen und kann unter Umständen auch radikal gekürzt oder nur auszugsweise erscheinen, er ist aber dennoch ein schnelles und effektives Mittel, um Ihr Unternehmen oder Ihre Dienstleistung kostenfrei in der lokalen Presse zu benennen und potentielle Kunden durch besondere Marktkenntnisse zu überzeugen.

Nutzen Sie deshalb die Chance auf Trends in Ihrer Branche, aktuelle Vorgänge in Ihrer Region oder in hitzigen Fachdiskussionen als Experte und Branchenkenner Position zu beziehen. Aber Vorsicht: Die Veröffentlichung eines Leserbriefes ist keineswegs garantiert. Und selbst wenn Ihr Leserbrief veröffentlicht wird, kann es sein, dass er nur zitiert wird oder auf ein simples Minimum gekürzt erscheint!

Gute PR kann durch nichts ersetzt werden. Aber wenn Sie entweder über zu wenig Zeit oder zu wenig Ressourcen verfügen, dann ist der Weg über einfache und kostenlose PR-Instrumentarien, wie dem Leserbrief als Unternehmens-Statement, besser als der komplette Verzicht auf Öffentlichkeitsarbeit.

Übrigens: Professionelle PR muss nicht immer teuer sein. Mit kleinen Budgets lässt oft schon Großes erreichen, insofern es geplant und konsequent verwendet wird. Die PUSH_ADVERTISING Werbeagentur Stuttgart berät Sie gerne dabei.


Brainshopping

Februar 26, 2008

Folgenden Artikel haben wir gestern auf Pressetext entdeckt und möchten ihn gerne leicht gekürzt einstellen. Den kompletten Artikel gibt es auf Pressetext zum Download.

Marketingstrategen auf der Suche nach dem „Gucci-Gefühl“
Brainshopping: Produkte und Dienstleistungen müssen Emotionen auslösen

Düsseldorf (pte/25.02.2008/12:42) – Hat ein Kunde beim Einkaufen die Qual der Wahl, so zählen neben logischen vor allem auch emotionale Argumente. Seitdem sich in der Forschung die Zeichen vermehren, dass wir nahezu 80 Prozent unserer Entscheidungen unbewusst treffen, werde es im Handel immer wichtiger, sich mit der Gefühlswelt des Verbrauchers auseinander zu setzen.

„Limbisches System, Thalamus und Hypothalamus als Teile des Gehirns werden deshalb zum Mekka der Marketingstrategen auf der Suche nach dem ‘Gucci-Gefühl’ und dem ‘Jetzt-kaufen-Knopf’. Der Grund für diesen Hype ist das derzeit größte Problem der Wirtschaft: die wachsende Ununterscheidbarkeit von Dienstleistungen und Produkten. Die Konsumenten hingegen werden immer unberechenbarer. Mal bevorzugen sie Schnäppchen, mal Luxus, mal Lebensgefühl, mal Discounter. Die tradierten Zielgruppen lösen sich auf“, so Unternehmensberater Fringes, dessen Buch zu diesen Themen „Brainshopping“ – im März veröffentlicht wird. „Die Hirnforschung bietet hier einige interessante Ansätze. In den vergangenen Jahren hat sie große Fortschritte gemacht. Die Ergebnisse umfassen ebenso Erkenntnisse über Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozesse wie die Feststellung, dass es gravierende Unterschiede zwischen den Gehirnen von Frauen und Männern gibt“, so Fringes weiter.

Neuroökonomen der Universität Münster stellten fest, dass sich der Verstand geradezu ausschaltet, wenn wir mit unserem Lieblingskaffee konfrontiert werden. Die Entscheidung wird von den Gefühlsregionen im Gehirn übernommen. Lange bevor Werbung und Marketing diese Erkenntnisse für sich entdeckt haben, stellte der Wissenschaftler Professor Gerhard Roth fest: „Alle Entscheidungen sind letztlich Gefühlsentscheidungen. Entscheidungen ohne Gefühl gibt es gar nicht.“ Der Homo oeconomicus, der rein rational die Alternativen abwägt, erweist sich anscheinend als Fiktion: „Als Grundlage neurobiologischer Erkenntnisse gilt, dass Gefühl und Verstand nicht unabhängig voneinander funktionieren können.“

Markenartikler setzen schon lange auf die Karte Emotionen. Mode oder schöne Trendartikel haben es hier leichter als etwa Lebensmittel. Dass stark an den emotionalisierten Verkaufsbotschaften im Einzelhandel gearbeitet wird, zeigt Stefan Drude von Absolut Web. Er holt international erfahrene Einzelhändler, Marketingleute aus der emotionalisierten Markenwelt und Experten für Wahrnehmungsprozesse an einen Tisch. Sie produzieren gemeinsam Werbung und Informationen auf übergroßen modernen Flachbildschirmen direkt am Point of Sale. Die Mischung aus emotionalisierten Bildern, gezielter Preisangabe und Produktinformation machen die Wirkung aus. Neue Medien ermöglichen es, das emotionale Plakat und rationale Informationen zu verbinden. Beim Glas- und Geschenkfilialisten Leonardo werden die Screens vor allem für die emotionale Inszenierung der Markenwelt erfolgreich eingesetzt“, weiß Fringes.

Der Kontext verändere die Bedeutung und Funktion des Wahrgenommenen. Diese Abhängigkeit würden sich Merchandiser zunutze machen. So werden zum Beispiel in Leonardo-Geschäften hochwertige Vasen in der Ladendekoration mit Wasser befüllt, obwohl es sich um künstliche Blumen handelt. „Die Vase mit Wasser und Blume lässt beim Betrachter unweigerlich den Eindruck von frischen Blumen entstehen. Sie emotionalisieren und ändern die Atmosphäre im Verkaufsraum. Die Vorstellung, wie die angebotene Vase zu Hause aussehen würde, wird dem Kunden deutlicher. Da diese Wahrnehmungen unterbewusst ablaufen, haben selbst kleine Veränderungen eine große Wirkung. Im Handel gibt es hier noch einen hohen Nachholbedarf. Kontextabhängigkeit wird oft nicht erkannt: Der Korkenzieher neben dem Weinglas reicht einfach nicht aus“, mahnt der gelernte Einzelhändler Fringes. Man könne das Thema Neuromarketing oder Neuromerchandising nicht monokausal betrachten, denn einen „Kaufknopf“ im Kopf würde es nicht geben. Die Wahrnehmung des Menschen sei individuell und werde von verschiedenen Faktoren geprägt: Erziehung, Familie, Erwartungen und Kontext. „Wichtig ist ein integrierter Ansatz, der alle Wahrnehmungsmöglichkeiten des Konsumenten berücksichtigt. So ist das Duftmarketing bislang eine unterschätzte Größe und wird nur von wenigen Firmen umgesetzt – beispielsweise von der Modekette Abercrombie & Fitch. Sie präsentieren ein unverwechselbares Raum-, Klang- und Duftkonzept“, führt Fringes aus.

PUSH_ADVERTISING speaks Limbic. Sprechen Sie mit uns über Ihre bestehenden Werbemittel und Kommunikationsideen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir Strategien für Ihren Return-on-invest.


Push vs. Pull – Strategie/Avertising

Februar 25, 2008

Als Push- bzw. Pull-Strategie bezeichnet man im Kontext des Marketing unterschiedliche Möglichkeiten, um Konsumgüter über einen Absatzkanal abzusetzen. Die meisten Unternehmen operieren nach der Push-Strategie, d. h., sie müssen jeden einzelnen Abnehmer überzeugen. Nur größere Unternehmen können es sich in der Regel leisten, nach der Pull-Strategie zu agieren, indem sie erhebliche Beträge in Werbung und Verkaufsförderung investieren und so beim Verbraucher eine Nachfrage nach ihren Produkten schaffen; diese wirkt dann wie ein Sog auf das Produkt im Vertriebssystem.

Auch im Bereich der Werbung gibt es Push- und Pull-Strategien. Dem Push Advertising (z. B. Postwurfsendung) kann der Konsument nicht ohne weiteres ausweichen, für Pull Advertising muss er dagegen selbst aktiv werden (z. B. Prospekt anfordern).

Im Bereich Vertrieb wird auf Push-Strategie gesetzt um Produkte am Markt einzuführen. Dazu wird über Verkaufsförderungsmaßnahmen über den Handel an die Konsumenten adressiert. Von Pull-Strategie wird in diesem Zusammenhang gesprochen, wenn die Produkte über Massenmedien beworben und dadurch aktiv vom Kunden im Handel nachgefragt werden. Im Idealfall werden beide Strategien kombiniert.